Unglaublicher Titel nach 12 Stunden Kampf!!!
Am Osterwochenende hat mal wieder ein Turniermarathon einiger Spieler aus dem Verein SV Neubrück stattgefunden.
Tobias Bauer nahm gleich an drei Tagen an unterschiedlichen Klassen teil. Offen bis 1450 TTR Punkte schien es nach toller Leistung und zwei Siege nach zwei Spielen bereits so, als würde er in die Hauptrunde einziehen. Letztendlich wurde er aber dennoch im 3 Einzel in der Vorrunde gestoppt durch ein schlechteres Satzverhältnis. Am nächsten Tag spielte er aber bei 1350 groß auf und kam bis ins Viertelfinale, drehte vorher schon ein verloren geglaubten 0:2 Satzrückstand und kämpfte sich auch im Viertelfinale nach 0:2 Satzrückstand in den Entscheidungssatz. Da fehlte nur ein wenig Glück zur ersehnten Einzelmedaille. Ebenfalls am Montag dabei konnte er nicht mehr an seine vorherrigen tollen Leistungen anknüpfen.
Dann kommen wir zu Fabian Fendel. Nachträglich noch bereiterklärt zu dem Turnier bis 1450 mitzukommen, bemerkte Fendel vor Ort noch das sein Schläger einsam zu Hause lag, anstatt in der Trainingstasche. Nach einigen hin und her nahm er den Ersatzschläger von Wingender und spielte das Turnier seines Lebens. In der Vorrunde war bereits klar, dass nicht nur das Material passte sondern Fendel einen absoluten Lauf hatte. Souverän spielte er gegen die schlechter platzierten Gegner und dominierte auch den Gruppenkopf mit einem überragenden 3:0 Erfolg. Doch in der Hauptrunde kam Fendel ins Wanken, lag gegen einen starken Gegner bereits 0:2 hinten und fand nicht die richtigen Ideen um ins Spiel zu kommen. Nach einigen Tipps von der Bank kam er aber stark zurück und drehte mit unglaublicher Willensstärke das Match zu seinen Gunsten. Damit war der Grundstein für das Phänomen Fendel für den Abend gestartet. Wieder ein starker Gegner der als haushoher Favorit gewertet wurde und dennoch ein klares 3:0. Was für eine Leistung, plötzlich traf Fendel aus allen Lagen die besten Bälle. Danach ging es gegen den Gegner als der Anfangsgruppe. Obwohl von den Punkten als Favorit der ganzen Klasse gehandelt gewann Fendel wieder 3:0 und man merkte, da geht heute noch mehr. Jetzt standen auch die anderen Neubrücker Spieler geschlossen am Rand, um in jeder Satzpause wichtige Tipps zu geben, denn das nächste Spiel wurde richtig schwer. Erst im 5 Satz konnte eine Entscheidung gefällt werden. Wie soll es anders sein, zu Gunsten von Fendel. Mittlerweile war es tiefe Nacht und Fendel hatte bereits einen dritten Platz sicher. Ab diesen Zeitpunkt merkte man den Gegnern bereits eine deutliche Erschöpfung an und Fendel spielte das taktisch brilliant und hochkonzentriert aus. Deshalb musste auch der Halbfinalgegner sich 0:3 geschlagen geben. Nach über 11 Stunden an der Platte stand das Finale an. Während der Gegner stehend KO. war lag Fendel trotzdem plötzlich 2:10 hinten. Kein guter Auftakt, aber dann holte er sich Punkt für Punkt für Punkt... und holte sich tatsächlöich noch den Satz mit 18:16. Damit war der Gegner gebrochen und auch das Finale ging 3:0 an Fendel. Ein unglaublicher Sieg, in 7 von 9 Spielen Außenseiter und dennoch nach 12 Stunden ein verdienter Turniersieg in einer Klasse mit 102 Teilnehmer und das wohlgemerkt auch noch mit einem Ersatzschläger. Wahnsinn!!!! Ohne das konzequente Coaching von der Bank wäre dies vielleicht nicht der Fall gewesen, oder die Siege wären nicht so deutlich ausgefallen. Aber auch eine taktische Meisterleistung. Hut ab!!! Das gibt 113 TTR Punkte auch hierfür Glückwunsch ebenso wie für den verdienten Gewinn eines neuen Trainingsanzuges. Weiter so.
Wingender verpennte bei 1450 seine große Chance und verlor bitter in der Hauptrunde. Blieb trotzdem bis zum Ende und pushte Fendel, auch durch die zahlreichen Tipps ein so erfolgreicher Abend für Fendel. Am nächsten Tag spielte Wingender aber gut auf und gelangte dennoch in der Klasse bis 1550 TTR Punkte "nur" bis in die Hauptrunde. Doch am nächsten Tag schien alles möglich nach brillianten Start in der Klasse bis 1720 TTR Punkte. Da spielte Wingender das beste Tischtennis und es wurde wieder eine ganz unglückliche Angelegenheit. Nach der Vorrunde eingeschlafen, war es bereits der 3 und letzte Aufruf bei dem er aufwachte und mehr oder weniger verschlafen an die Platte wankte. Der Gegner war zwar gut, aber in dieser Tagesform von Wingender denoch absolut schlagbar. Das ganze Spiel war knapp aber Wingender verschlief die Hälfte der Punkte und verlor knapp. Ein unglückliches aus, dass von allen Turniertagen ein meisten ärgerte. Trotzpflaster war nur später noch ein Doppelsieg mit einem zugelosten Partner. Am Montag musste sich Wingender im 4 bestrittenen Turnier nur dem späteren Sieger im 5 Satz geschlagen geben. Einen unsportlichen Spieler wie er nur im Buche steht, bei Netz und Kantenbällen den Gegner die Faust ins Gesicht halten mit lauten Jubelrufen stieß bei Wingender einfach nur auf Unverständis -sowie der gesamten Halle und allen anschließenden Gegnern.
Rummel kam an zwei Spieltagen mit um in der Jugendklasse "abzuräumen". Daraus wurde aber nichts, da er keine besonders gute Form erwischte und jeweils in der Hauptrunde rausflog.
Insgesamt durch Fendel ein Erfolg, ebenso wie einen stark spielenden Bauer. Für Wingender und Rummel allerdings eher enttäuschend!